Blüten im Wind

Ich war atemlos und zugeschnürt
Zittrig, angstvoll, tief berührt
Zu hohes Lachen, unnatürliche Gesten
Ich wünschte mir, du könntest mich lesen

Äußerlich gelassen, innerlich verbrannt
bin ich kühl und heiß in deine Arme gerannt
Ich trieb von einem ins nächste Gefühl
Liebe ist ein wundersames Spiel

Der Wind deiner Worte leitete mich
Das Gefühl meines Herzens veränderte sich
Der Blick aus deinen Augen war sonnenwarm
Wie Blüten in der Sonne erlag ich deinem Charme

Als du gingst, taumelte ich dir noch etwas nach
Seit dir fühle ich das Leben intensiv und tausendfach
Wir sind Alles. Obwohl wir rein gar nichts sind
Die Schönheit dieser Liebe ist wie Blüten im Wind

 

~ 20. März 2018 ~

Bonnie und Clyde

 

Als wir uns trafen, war`s sofort vertraut

Jedes Lachen ging gleich unter die Haut

Begannen einen Tanz aus Worten und Spiel

Manchmal war so wenig so unsagbar viel

Wir wurden süchtig, doch es sollte nicht sein

Was echt sein muss, war bei uns purer Schein

Ich wollte es gern, doch es war schon zu spät

Eine Chance im Leben – vom Winde verweht

Es war Herzklopfen da, doch passte es nicht

Sagte ich dir dies zu spät, hasse ich mich!

Wir waren einst wie Bonnie und Clyde

Wenn ich dir weh tat, tut es mir Leid

Im Regen tanzen, ans Meer hoch fahren

Wie das wär’ – wir werden’s nie erfahren

Doch es gibt einen Ort, genannt Fantasie

Auf dieser fernen Insel verlass ich dich nie

Bin dein Freund in stürmischer Zeit

Lieber verursacht oft nichts als Leid

Selbst wenn ich es wollte, könnt’ ich es nicht

Meine Welt ist tausendmal zu fern für dich

Jeden Tag zusammen eine Zukunft aufbau’n,

hoffnungsvoll in dieselbe Richtung schau’n

Dir meine Sorgen erzählen, offen zu dir sein,

Dir in die Augen sehen und es ehrlich mein’

Mit meinem Kopf auf deiner Brust ruh’n

Wenn ich es könnte, ich würde es tun…


~ März 2017 ~

Der Junge von damals

 

Unsere Geschichte ist kein Märchen,
sie ist Tragik und Sehnsucht pur
Du warst immer frei wie der Wind
und ich liebte dich fünf Jahre stur

Ich kann mit Worten nicht beschreiben,
was in meinem Herzen ist,
doch mit einem Bild kann ich dir zeigen,
dass noch immer du es bist.

Heute sind wir zwei so anders,
meine Träume erfüllt, deine zerstört
Als wir zwei uns wieder trafen,
habe ich deine Schmerzen gespürt

Du hasst und hinterfragst die Welt,
wirkst nur noch traurig und resigniert
Nie, niemals hätte ich daran gedacht,
dass so etwas meiner ersten Liebe passiert.

Doch du kannst tun, was du willst,
deine Seele dem Teufel verschreiben...
in meinen Augen wirst du immer
der sonnige Junge von damals bleiben.

Das Wesen der Sehnsucht


Pulsierendes Wesen in meiner Brust

Bist du die Liebe? Bist du die Lust?

Menschlich, dass ich Magie nicht vergessen kann.

Warum gabst und nahmst du mir diesen Mann?

Ein Moment bestimmt dafür, ewig zu sein

Doch blieb es bei diesem Moment allein

Sollte mir geben, was ich zuvor nie bekam

Befrei meine Venen von diesem Mann!

Überall und immer quält mich sein Duft

In meiner Haut, meinem Herzen, der Luft

War es als Strafe oder Segen gedacht?

Warum aus einem Tanz eine Prüfung gemacht?

Ich wusste, es war frivol und tat es trotzdem

Konnte dem Schmerz noch niemals entgehn

So verdamme und preise ich diese Nacht

Sie hat mich zum Wesen der Sehnsucht gemacht.

Das Mädchen im Wasser

Im Fluss ist ein Gesicht zu sehen,
die Oberfläche kräuselt sich.
Es fällt schwer, es einzugestehen,
aber ich glaube, das bin ich.
Ich sehe ein Mädchen mit vielen Träumen
und Erinnerungen an die Vergangenheit.
Manchmal versucht sie, vor ihr zu flüchten,
doch sie rennt jedes Mal zu weit.

Ihr Herz schlägt laut und deutlich,
für die Musik und für das Meer.
Oft will sie ihre Träume vergessen,
aber meistens fällt es ihr zu schwer.
Dann lässt sie die Gedanken fliegen,
denn sie zu verwirklichen fehlt ihr der Mut.
Zu groß die Angst vor der eigenen Meinung:
„Ich weiß, ich bin nicht gut genug.“

Sehe ich in den weichen Spiegel,
dann sehe ich nur mich.
Grüne Augen, volle Lippen
- einfach mein Gesicht.
Die Augen sind oft sorgenvoll,
der Mund, er lächelt nicht.
Es ist ganz süß, es ist ganz hübsch,
aber trotzdem bin’ s nur ich.

Traumreise

 

Heute Nacht bin ich um die Welt geflogen,

dabei habe ich dich und mich belogen

Denn hinter den Schleiern, bin ich ihm nah

Jenem, den ich nie zuvor sah,

Heute Nacht  vergaß ich, dass du mich vermisst,

hinter dem Mond habe ich ihn heimlich geküsst

und dabei seine Wärme gespürt,

Er hat mich um den Verstand verführt

In unseren Träumen waren wir zusammen ein,

und küssten uns im Mondenschein,

denn diese Nacht gehörte er nur mir,

doch in Wahrheit gehört meine Seele nur dir,

Obwohl ich  haben könnte, was ich immer wollte,

reichte diese eine Nacht, die niemals enden sollte.

Du sagtest nie "ich liebe dich!"

 

... so konntest du nicht lügen.
Eingehüllt in deinen Panzer
konnte dir keiner Leid zufügen
so wurden wir hart, nie aber ganzer.

Jeder kämpfte nur für sich,
weil man es nur so kannte.
Ich wusste immer, ich liebe dich,
auch wenn ichs nie beim Namen nannte.

Wie bei zwei uralten Bäumen
herrschte zwischen euch nie Streit.
Geschrei und Wut tatet ihr versäumen,
die Knospen spürten dennoch Leid.

Der eine Baum gedieh sehr gut
im großen Schatten des anderen,
doch der, der Schatten warf spürte Wut
und entschloss sich, auszuwandern.

So blieben viere wurzellos,
der Schattenbaum hielt drei
fest in seinem liebenden Schoß.
Nur du bist vogelfrei!

 

~11.09.2013~

Explodierende Sterne

 

Explodierende Sterne
Ich frage mich: Wann?
Tausende schreien
Ich sehe dich an
Dein Kopf ist erhoben,
die Blicke gesenkt
Mit den Lichtern verwoben
und nichts ist bezähmt
Reißender Strom
Universen kollidieren
Angst umschließt mich,
in der Hitze zu erfrieren
Dann siehst du mich an
So nah und so fern
Ich fühle mich hilflos
wie ein explodierender Stern.

Vierblättriger Klee

 

Die Wiese ist noch feucht,

doch ich bin schon wach.

Alles nur vorgetäuscht

in dieser langen Nacht.

Freunde muss man halten,

weil alles schnell vergeht.

Lasst uns die Hände falten,

dies ist ein Gebet!

Ich senke die Lider,

die Sonne geht auf

und spüre es wieder:

Es nimmt seinen Lauf.

Deine Entscheidungen sind vage

und Worte tuen weh.

Wir waren einst vollständig

wie vierblättriger Klee.

Romeo und Julia

Ich sehe die Blitze,
sie spalten mich.
Sie erhellen das Land,
ich erblicke dich.
Wie lange ist es her?
Erinnerungen...
Ich versuchte ein Lächeln,
es ist mir misslungen.

Du spürst den Regen,
er rennt über deine Haut.
Ich bin dir fremd
und doch seltsam vertraut.
Dein Silber an meinem Hals,
du hattest geschworen.
Das Versprechen, es hat sich
im Regen verloren.

Wir spüren das Gewitter,
es ist schon so nah.
Erkenntnisse folgen...
Jetzt sind sie da.
Wir beide - tot
Vom Blitz erschlagen
Und noch immer hört man
unsere Seelen klagen

 

~irgendwann~

Gefangene

Wir waren einst gefangen
in einem so unendlich’ Raum
Meine Augen werden verhangen
und ich verliere mich in unsre’m Traum
In einem Traum von fernen Zeiten
Von Stunden, die nur noch Nebel sind
Ewig könnt’ ich mich dran weiten
wenn ich dich dort find’

Inzwischen sind die Fesseln eng,
die Striemen leuchtend rot
die mir die Haut verseng’
bis zum süßen Tod…
Ich werde dich erwarten
unschuldig für dich
In meiner Träume Garten
Ich hoff, du findest mich

 

~11.02.2012~

Geliebte Schwester

 

All die Jahre fehlender Worte

zogen quälend an uns vorbei

Doch noch heute sehe ich all unsr'e Orte

und fühl' mich dabei seltsam frei...

 

Es waren im Wind verhüllte Gedanken,

die ich selbst nicht kommen sah

Heut lässt's mich straucheln und  auch wanken,

denn ich fühle mich dir so nah...

 

Früher war es ein heller Traum,

den ich mir nie eingestand,

doch immer war die Sehnsucht im Raum,

bis ich dich dann endlich fand.

 

Heut liebe ich dich tief und innig

viel tiefer noch als mein eign'es Herz

Und noch tiefer zu lieben bin ich willig!!

Denn Leben ohne dich heißt Schmerz.

 

~10.02.2012~

 

Himmel auf Erden

 

Jedes Mal aufs Neue schön,

Teile der Kindheit wiederzusehn

Das Haus an sich - mein trautes Heim

Hier fühlte ich mich nie allein

Jedes Mal wieder ein Dejavu

Die Tür ist für mich niemals zu

Und der Anblick aus meinem Zimmerfenster

verjagt all die grausamen Erwachsnengespenster

Der große Garten, die zwei Katzen

Ich war Teil dieser Perfektion, kanns nicht fassen

Vergänglichkeit ist Sünde pur

Genoss ich es oder lebte ich nur?

Von unten weht Liebe die Treppe hinauf

Ich hoffe, sie spürten, ich liebte sie auch

Im ganzen Haus chaotische Perfektion

Ein solches Heim ist der größte Lohn

Und nun, was mein größter Traum für mich wäre:

den schönsten Flecken auf dieser Erde

selbst zu erschaffen für meine Kinder

Ich hoffe, sie lieben es nicht minder...

 

~01.11.2010~

Verborgener Schatz

Sie ist wie eine Perle
hinter einer Kalkschale im Meer
Begegnet sie einer Ähnlichen Schönheit
ist diese innen meistens leer
Die Einzeller um sie herum
unterscheiden sich kaum
Sie passt nicht zu ihnen
in diesem endlosen Raum
Und nichts das annähernd nur,
so wunderschön ist wie sie,
doch allein in ihrer Muschel
erkennt sie dies nie...

 

~29.03.2011~

. . . . . .

 

...und wieder einVersuch,

dich zu beschreiben

Ich will es treffend sagen

dennoch bei der Wahrheit bleiben

Doch all die Worte

treffen einfach nicht

Wie könnten sie auch

- sie treffen auf dich.

 

Unbeschreiblich

nicht zu fassen

Gesten und und Blicke,

die nicht in Worte passen

Wie kannst du sein

wie du bist

Wie kann ich beschreiben,

wie schön ein Engel ist....

 

Ich will es teilen,

es greifbar machen

Wieso gelingt es mir nicht?

Wozu dann die Sprachen?

Wozu Sprachen,wenn ich mich nicht

verständlich machen kann

Wie das Wort wohl heißt,

welches niemals einer Feder entsprang?

 

Vielleicht ist es egal

und ich muss es gehen lassen

Es ist dünner als Luft

ich bekomm es einfach nicht zu fassen

Es macht mich verzweifelt

Es zwingt mich in die Knie

Ich will doch nur sagen - du bist klasse,

ich weiß nur noch nicht wie...

 

~22.01.2011~

Ich hab die Sonne geseh'n

 

31. 12. 2010

Es sollte nur eine Party sein,

doch es wurde für mich

eine Nacht in Sonnenschein.

Wenn die Strahlen bräunen

und nicht verbrennen.

Und man meint,

all die Fremden zu kennen.

Der Himmel ist plötzlich

so unfassbar nah.

Vielleicht ist er auch im Alltag

unsichtbar immer da.

Ich griff die Luft

und nahm sie ein,

konnte das erste mal wirklich

ich selber sein.

So voller Unschuld

So wunderschön

Heute ist der graue 03.01.2011

und ich will die Sonne wiederseh'n.

 

~03.01.2011~

Völlig Eins

 

Jeden Tag geht sie zur Brücke

und hört den Geheimnissen des Fluses zu

Der Wind spielt sanft in ihrem Haar

und in ihren Gedanken bist nur du.

Sie spürt dich in jedem Atemzug

mit jeder Faser ihres Seins

Sie sehnt sich nach der Vergangenheit,

denn damals wart ihr völlig Eins.

 

Die Sonne bricht sich in den Wellen,

sie sieht deinen Geiste mit ihnen schwimm'

Ihr trenntet euch wegen der Gezeiten

Doch waren sie damals wirklich so schlimm?

Oft fragt sie den Wind, was wäre geschehen,

wäre da ein Fels gewesen?

Aber die Gischt schäumt die Antwort davon

Niemals wird sie diese Worte lesen...

 

~03.04.2009~

 

Für den Menschen, den es nicht mehr gibt,

weil die Welt ihn zerstörte