Tag 7 - Verschnaufpause in Cork

Am Halbzeit-Tag reisten wir gleich nach dem Frühstück um 8 Uhr aus unserer Unterkunft in Killarney ab, wobei ich mich sehr erleichtert fühlte, da ich mich in dem beengten Zimmer nach dem Comfort in Fanore nicht so Recht wohlfühlen können.

 

Die Fahrt verlief reibungslos, sodass wir um 10 Uhr am Hotel in Cork Commons Inn ankamen. Da wir erst 14 Uhr einchecken konnten, sind wir gleich wieder in die Stadt gefahren, die meiner Meinung nach genauso ist, wie ich mir irische Städte in meiner Kindheit immer vorgestellt habe, als ich noch nichts von der Magie des Landes wusste – grau, schmutzig, nass und ein einziges Verkehrschaos. Zum ersten mal seit ich irischen Boden betreten hatte, sah ich Müll auf den Straßen.

 

Unser erster Weg führte uns rein zufällig in die St. Perters&Pauls Church – eine kleine Kirche, die wohl in keinem Reiseführer verzeichnet sein wird. Doch genau darum ist sie mein Geheimtipp. Keine fotografierenden Touris, hier trafen wir viel mehr auf alte Iren, die Kerzen entzündeten und still beteten. Ein alter Mann betete auf Knien minutenlang so inbrünstig, dass mich der Anblick heftig ergriff und den ganzen Tag nicht mehr losließ.

 

Wieder draußen ging es als nächstes zur Touristeninformation, wo wir uns mit Flyern über die Gegend eindeckten. Danach erkundeten wir den English Market – einen wirklich traditionellen Fischmarkt, wo es auch Fleisch, Käse, Naschereien und Souvenirs gibt.

 

Die St. Fins Cathedral sahen wir uns nur von außen an, da wir überzeugt dagegen sind, Eintritt für eine Kirche zu bezahlen, in der auch noch Souvenirs verkauft werden. Wo ist Gott in einer solchen Kirche? Jesus war ein armer, einfacher Mann. Der Prunk der katholischen Kirchen ist gegen alles, was mit Gottes Sohn und Glauben im Allgemeinen zu tun hat. Genau deshalb haben uns die kleinen ländlichen Kirchen auch besser gefallen (was uns später in Dublin noch deutlicher klar wurde)

 

Zu Mittag aßen wir witzigerweise in einem echt amerikanischen Diner namens „The Shaking Dog“ Kaum hatten wir die Schwelle übertreten, begann es draußen wie aus Kübeln zu schütten, sodass sich Corks Straßen schon bald in reißende Flüsse verwandelten.

 

Als wir das Diner verließen, war alles wieder trocken und die Sonne strahlte von einem babyblauen Himmel. Nach einem Abstecher ans University College Cork traten wir den Rückweg an und chillten in zwei Doppelbetten im großen Doppelzimmer des Commons Inn, das uns – vom Komfort des Zimmers gesehen – fürs Kingdom House entschädigte.